Schnee erwünscht, aber nicht überall
Wenn die weisse Pracht vom Himmel fällt, freuen sich viele. Doch in den Ortschaften und auf Autobahnen schätzen vor allem die Autofahrer, wenn die Fahrbahnen freigeräumt sind. Dazu sind schwere, gut ausgerüstete Fahrzeuge nötig.
Morgens um drei Uhr bietet der Verantwortliche sämtliche verfügbaren Leute auf – es hat stark zu schneien begonnen. Im Werkhof werden kurz darauf die ersten Fahrzeuge mit Salz gefüllt und schon bald rücken die ersten Equipen aus. Auf der Autobahn sind es mindestens zwei, oft sogar drei Fahrzeuge, die versetzt fahren und so gleichzeitig die gesamte Fahrbahn samt Pannenstreifen schwarz pflügen. Die riesigen Schneepflüge vor und seitlich der Fahrzeuge sind natürlich nicht starr, sondern können in verschiedenen Winkeln fixiert werden, je nachdem, ob der Schnee nach rechts oder nach links weggestossen werden soll.
Bereits kurz nach vier Uhr erreichen die Fahrzeuge die Autobahnauffahrt. Über Funk sind die Fahrer miteinander verbunden. Allerdings muss nicht viel gesprochen werden, denn das Team ist eingespielt. Auf der Autobahn verteilen sich die Lastwagen auf die ganze Breite und räumen den Schnee mit rund 60 km/h weg. Vorn ist die Fahrbahn frei – dahinter müssen die Autos ein wenig langsamer fahren, doch sie sind dankbar dafür, dass sich die Verhältnisse hinter den Schneepflügen deutlich verbessert haben. An jeder Ausfahrt verlässt die Schneeräumequipe die Autobahn, reinigt die Ausfahrt und die Kreuzungen, welche den direkten Anschluss an die Autobahn sicherstellen. Von da weg sind es andere Teams, welche den Strassenunterhalt ins Hinterland oder in die Stadt übernehmen.
Während einem strengen Winter sind die Räumfahrzeuge immer wieder unterwegs – auch tagsüber – um Autobahnen, Bremszonen und Steigungen von der glitschigen Pracht zu befreien. Ein Chauffeur sagt es so: «Die Autofahrer werden fast zu fest verwöhnt, denn sie verlassen sich auf unsere Arbeit und wenn wir einmal etwas in Verzug kommen – etwa wegen einem Unfall – dann werden sofort Beschwerden laut.» Doch gerade bei anhaltendem Schneefall oder/und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt gestaltet sich die Strassenreinigung schwierig. Dann müssen die Spezialisten den Einsatz so gestalten, dass wichtige Strecken – etwa da, wo fahrplangebundener, öffentlicher Verkehr zirkuliert – immer wieder befahren werden, um die Sicherheit aufrecht zu erhalten.
Alle Kräfte werden so gebündelt, dass übergeordnete Verkehrsverbindungen und neuralgische Stellen wie Bremszonen vor Kreuzungen, Kurven, Brücken, Tunneleingänge und ansteigende Anfahrstrecken nach Ampeln prioritär gesäubert und gesalzen werden.
Auf der andern Seite müssen sich alle Verkehrsteilnehmer an die generelle Regel halten, jederzeit vor einem Hindernis anhalten zu können. Also Geschwindigkeit anpassen und Abstand erhöhen, dann kommen alle heil aneinander vorbei.

29. Juni 2011 : 13:44
Ich sage es so, wie ich es denke. Richtig und wichtig, die generelle Regel halten.