Tops und Flops 2010 – Interview mit Andreas Burgener
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Andreas Burgener, Direktor von auto-schweiz, verrät CLEVER UNTERWEGS seine Tops und Flops 2010:

Was waren Ihre Auto-Tops im Jahr 2010?

Besonders erfreulich war für mich die Ernennung von Doris Leuthard zur neuen Verkehrsministerin. Sie bringt frischen Wind in verkehrspolitische Fragen, setzt sich für die Bedürfnisse der Autofahrerinnen und Autofahrer ein und nimmt, anders als ihr Vorgänger, die Anliegen der Autobranche ernst.

Gefreut habe ich mich auch, dass sich die CO2-Emissionen von 2008 auf 2009 um beachtliche 4,6 Prozent gesenkt haben – ich bin nun sehr gespannt auf die Zahlen für 2010. Und der letzte Applaus für das Jahr 2010 gehört Herr und Frau Schweizer, die beim Kauf neuer Autos immer mehr auf Energieeffizienz setzen.

Und welche Ereignisse zählen Sie zu den Flops 2010?

Mich ärgert, wenn die Polizei von Sicherheit spricht und ans Geldeintreiben denkt: Mit immer mehr „Superradaren“ und Überwachungskameras werden selbst kleinste Verkehrssünder gejagt. Die Einnahmen aus Verkehrsbussen haben sich in den letzten Jahren vervielfacht. Sie betragen jährlich längst weit über eine halbe Milliarde Franken. Ein zweiter Ärger betrifft den Bund, der die Einführung sogenannter Umweltzonen plant – die Folge wäre ein Leerlauf in Sachen Umweltnutzen auf Kosten eines aufgeblähten, behördlichen Kontroll- und Administrationsmolochs. Meine letzte rote Karte geht an jene Leute, die ich „angstmachende Gutmenschen“ nenne: Sie reden grün, malen die Zukunft schwarz und ignorieren dabei, welch grosse Fortschritte in Sachen Technologie und Energieeffizienz bereits gemacht wurden.

Was wird uns das Autojahr 2011 bringen?

Ich bin sehr zuversichtlich, dass der positive Trend anhält und noch mehr energieeffiziente, schadstoffarme und sichere Autos auf Schweizer Strassen unterwegs sein werden. Um dies zu unterstützen, sollten endlich Anreize zur Entsorgung alter Fahrzeuge geschaffen werden, damit einer Verjüngung und somit auch einer energieeffizienteren Fahrzeugpopulation nichts mehr im Wege steht. Was die CO2-Grenzwerte für die Schweiz anbelangt, wird das Feilschen um Grämmchen und Prozentchen weitergehen; wir werden uns für motivierende und erreichbare Ziele einsetzen. Und dann, so meine Prognose, wird uns 2011 zeigen, dass die Initianten mit der überdrehten und unehrlichen „Stopp Offroader”-Initiative auf dem Weg zum Schiffbruch sind …

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