Die Tops und Flops 2009
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Immer mehr umweltfreundliche Autos auf unseren Strassen

Energieeffizienz ist top, Mobilitiy Pricing ein böser Flop – Mr. und Mrs. Clever präsentieren auch in diesem Jahr, was aus ihrer Sicht 2009 eindeutig gut und was schlimm daneben war. Sind Sie auch dieser Meinung? Sagen Sie uns, welches Ihre Tops und Flops sind. Wir sind gespannt!

DIE TOPS

1. Uns ist ein Licht aufgegangen – Mehr als die Hälfte der Autofahrerinnen und Autofahrer sind tagsüber auf Schweizer Strassen mit Licht unterwegs. Dies geht aus der jährlich durchgeführten Zählung der Beratungsstelle für Unfallverhütung hervor. Waren es 2004 noch 39 Prozent liegt der Anteil 2009 bereits bei 59 Prozent. Obwohl noch keine Pflicht, fahren bereits zwei Drittel der Automobilisten mit Licht. Ganz schön clever, finden wir.

2. Das Modewort Elektromobilität – Elektroautos sind das Thema in diesem Jahr. Die Auto-Salons machen Sonderausstellungen, der erste Elektro-Sportwagen wurde lanciert und bald werden die ersten Elektromobile den Kunden zur Verfügung stehen. Eine clevere Sache ganz ohne CO2-Emissionen! Unsere Prognose: Ohne den klassischen Benziner wird es wohl nicht so schnell gehen. Und Achtung: Diese Autos brauchen Strom, und der muss auch erst gewonnen werden.

3.   Schweizer Know-how fast in jedem Auto – Hätten Sie das gewusst? Fast in jedem Auto steckt Schweizer Know-how! Eine Studie von swiss CAR bringt Erstaunliches zu Tage: Über 300 Firmen mit 34’000 Mitarbeitenden produzieren und entwickeln Produkte für die weltweite Autoindustrie. Das jährliche Umsatzvolumen beläuft sich auf 16 Mia. CHF. Umgerechnet heisst das: Die Schweizer Automobilindustrie ist von ähnlich starker wirtschaftlicher Bedeutung wie die Uhrenindustrie.

4. Es geht wieder aufwärts – Die Krise in der Automobilbranche ist langsam überwunden, und es geht Stück für Stück wieder aufwärts. Obwohl im Durchschnitt 2009 knapp 8 Prozent weniger Neuwagen verkauft wurden, stimmt das Jahresende optimistisch. Die positiven Dezember-Zahlen bewegen sich 0,2 Prozent über dem Vorjahreswert.

5. Schweizer lieben ihr Auto – Das Auto erfreut sich nach wie vor grosser Beleibtheit: Für fast 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer ist das Auto „unverzichtbar“. Gleichzeitig ist aber auch das Umweltbewusstsein gestiegen. Diese und weitere spannende Ergebnisse brachte der dritte Mobilitäts-Monitor von auto-schweiz zu Tage.

DIE FLOPS

1. Wer arbeitet, soll zahlen – Wer zu Stosszeiten auf oft frequentierten Strecken unterwegs ist, soll mehr bezahlen! Eine abstruse Idee scheint einem, aber tatsächlichen planen die Beamten um Bundesrat Leuenberger, die fehlenden Gelder für die Strasse und den Öffentlichen Verkehr – es sind in den nächsten 20 Jahren 135 Milliarden Franken – mit einem sogenannten Mobility Pricing aus unseren Hosentaschen zu holen. Warum diejenigen bestrafen, die morgens pünktlich zur Arbeit erscheinen wollen?!

2. Die Kostenwahrheit – Die SBB und Bahnpolitiker fordern immer mehr Geld vom Staat. Dabei fliessen jetzt schon jährlich 13,5 Milliarden Subventionsfranken ins System Bahn. Und 16 Prozent der Steuern und Abgaben der Autofahrer werden für den Schienenverkehr ausgegeben. Weiterer Fakt: die Autofahrer decken die Strassenkosten zu 115 Prozent. Gewiss, die Finanzprobleme der SBB bedürfen einer Lösung. Doch es darf nicht sein, dass uns allen die Kostenwahrheit im schweizerischen Verkehrswesen aus dem Bewusstsein getrieben werden soll.

3. CO2-Abgabe à la EU – Die Beamten im Departement Leuenberger wollen den EU-Richtwert bei der CO2-Reduktion unbesonnen auch für die Schweiz übernehmen. Neu immatrikulierte Autos dürfen den Wert von 130g/km nicht überschreiten, sonst wird gebüsst. Und diese Bussen setzt Leuenberger massiv höher an als in der EU: pro Gramm über dem Grenzwert sollen es 285 Franken werden! Wird das Autofahren in der Schweiz bald ein Luxus?

4. Baustellen, Staus, hohe Benzinpreise – Was Herr und Frau Schweizer 2009 im Strassenverkehr am meisten ärgerte, waren Baustellen, Staus und die hohen Benzinpreise. Doch nicht jede Sprachregion ärgert sich gleich. In der Deutschschweiz steht auf Platz eins klar der Ärger über Baustellen, Westschweizer und Tessiner nerven sich hingegen am meisten über Staus.

5. Müdigkeit am Steuer, welch Ungeheuer – Nur wer ausgeruht ist, sollte sich hinters Lenkrad setzen! Denn jeder zehnte Crash auf Schweizer Strassen wird gemäss Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu durch Müdigkeit verursacht. Fehlender Schlaf lässt sich zwar nicht wie Alkohol im Blut oder überhöhte Geschwindigkeit nachweisen, aber die Folgen von Sekundenschlaf sind gleichermassen fatal.

1 Kommentar für «Die Tops und Flops 2009»
  1. Kommentar von Tom
    19. Januar 2010 : 22:19

    Zur Kostenwahrheit: Ich verstehe die Aufregung nicht. Die Strassen sind in und um die Zentren täglich total verstopft. Das Automobil wird immer mehr zum Immobil! Da bin ich dankbar für jeden Autofahrer der dank gutem Angebot auf den ÖV umsteigt! Das darf ruhig etwas Kosten ;-)


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