Die neueste Ausgabe der bfu-Statistik 2008 liegt vor mir, sie ist sechzig Seiten mächtig, www.bfu.ch . Jeder der 344 darin aufgeführten tödlich verunfallten Verkehrsteilnehmer ist einer zu viel. Die ausführliche Analyse auf dreissig Seiten ist sicher aufschlussreich. Die Gurtentragquote hat sich leicht verbessert, aber es ist uneinsichtig, dass sie nicht 100 Prozent beträgt. Wer die Gurten auf den Vorder- wie auf den Rücksitzen nicht anlegt ist ein potentieller Selbstmörder, www.dtc-ag.ch . Etwas erstaunt in der bfu- Berichterstattung aber schon: Die 1359 Getöteten im Bereich Haus und Freizeit werden auf sieben Seiten analysiert. Wir erfahren, dass 75 Prozent aus Stürzen resultieren. Ist da nicht ein krasses Missverhältnis in der Analyse zum Strassenverkehr? Profiliert sich die bfu etwa mit dem hoch emotionalen Gut motorisierter Individualverkehr? Allzuschnell fordern Medien und Politiker im Kielwasser der bfu griffige Massnahmen gegen Geschwindigkeitsübertretungen, mehr Kontrollen im Strassenverkehr oder verkehrsberuhigende Blumentöpfe mitten auf der Strasse. Jedenfalls habe ich noch nie die Forderung nach einem Verbot von Fensterputzen auf Leitern gehört. Vielleicht würde der Statistik ein Diagramm noch weiterhelfen: Die nichtangegurteten Verkehrsteilnehmer zu den Selbstmördern zu zählen.
Veröffentlicht am | Technik
Wir erhalten eine E-Mail mit Ihrem Kommentar. Kommentare werden angezeigt nachdem sie vom Administrator geprüft sind.